Comenius-Projekt „Trees / wood in our living environment“
Arbeitstreffen in Herzhausen |
18 Schülerinnen und Schüler und 15 Lehrerinnen und Lehrer aus Finnland, Spanien und Italien waren für fast eine Woche an der MPS Herzhausen zu Gast. Grund für den Aufenthalt war das Comenius-Projekt an dem die Mittelpunktschule seit 2004 teilnimmt. „Trees/ wood in our living environment“ lautet das gemeinsame Thema dieses von der EU finanzierten Projekts, zu dem die beteiligten Schulen seit zwei Jahren gemeinsam arbeiten. Die deutsche Bezeichnung „Bäume/ Wälder in unserer Lebensumgebung“ gibt den Arbeitsbereich wieder: Das Projekt bezieht sich auf die Themenbereiche Ökologie, industrielle Nutzung von Holz, Architektur, Handwerk, Umweltverschmutzung und Schutz von Lebensräumen. |

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Die kulturhistorische Bedeutung von Bäumen/ Wäldern für die Menschheit, die sich auch in Literatur, Musik, Drama und Kunst wiederfindet, soll im Rahmen des Projekts herausgestellt werden. Und genau aus diesem Grund befanden sich die Gäste in Herzhausen. Die Gastlehrer stellten umfangreiche Arbeitsergebnisse im Rahmen einer zweitägigen Ausstellung den Herzhäuser Schülern und Lehrern vor.
Besonders spannend war dabei die Arbeit in sogenannten „workshops“ in die sich die Gastschüler und ihre deutschen Gastgeber (die Gastschüler wohnten alle in deutschen Familien) einwählen konnten.
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Ein workshop beschäftigte sich mit der Herstellung eines künstlerisch gestalteten Holzzaunes, der mit zahlreichen Alltags-Materialien bestückt wurde. Dieser workshop wurde von Herrn Wessels, einem Bad-Wildunger Künstler, geleitet. Ein weiterer von Kunstlehrerin Beate Nagy geleitete workshop gestaltete zahlreiche Hölzer mit Kachelbruch, wobei unter anderem ein viel bestauntes „Comenius-Denkmal“ entstand. Auch die Flaggen der beteiligten Länder wurden mit Kachelbruch auf Hölzer aufgebracht. Mit dem Malermeister Ralf Krombach, einem Experten für Lehmbau, wurden die Gefache einer Fachwerkwand in der Grundschule mit traditionellen Materialien (Lehm, Stroh, Holz) gestaltet. Die Fachwerkwand soll in Zukunft als Raumteiler den neuen Leseraum der Grundschule verschönern. Ein vierter workshop wurde von Frau Haarmann geleitet. In ihrem Koch-workshop bekamen die teilnehmenden Schüler nicht nur die Zubereitung typischer einheimischer Gerichte vermittelt. Zugleich dienten die gekochten Gerichte der Verpflegung der workshop-Teilnehmer.
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Zu dem gemeinsamen Thema durfte natürlich ein Ausflug in den Nationalpark nicht fehlen. Bei nicht gerade idealem Wetter wurde eine Wanderung vom Elsebachtal über den Fahrentriesch nach Altenlotheim durchgeführt, anschließend ging es mit einer Planwagenfahrt weiter nach Frankenau. Die Gäste waren vor allem von der Natur überwältigt und staunten immer wieder über die ausgedehnten Buchenwälder und Besonderheiten des Nationalparks. |
Mit zahlreichen Herzhäuser Lehrern fand ein Ausflug nach Bad Wildungen statt. Auf dem Weg dorthin wurde der historische Hutewald „Halloh“ bei Alberthausen besucht, ein weithin wenig bekanntes waldhistorisches Juwel. In Bad Wildungen gab es eine historische Stadtführung auf Englisch, wobei der Schwerpunkt vor allem auf der Fachwerk-Architektur lag. |
Eine Besichtigung der weltbekannten Firma Thonet stand unter dem Motto „Holz in Design und Kunst“. Vor allem die in Frankenberg entwickelte Technik des Holzbiegens (praktisch vorgeführt) und die Führung durch das Museums (von der Museumsleiterin Frau Thonet sehr informativ gestaltet) beeindruckte die ausländischen Lehrer. |
Neben weiteren Besichtigungen stand vor allem das gemeinsame Kennenlernen und der kulturelle Austausch im Vordergrund. Projektleiter Mathias Schute bedankte sich vor allem bei den deutschen Gastschülern und deren Eltern, „die mit viel Einsatz und Engagement den Gästen aus Finnland, Italien und Spanien deutsche Gastfreundschaft näher gebracht haben“. So wurde das übergeordnete Ziel der Comenius-Projekte zur Zufriedenheit erfüllt. |
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