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Abschlussfahrt der R10 nach El Puerto de Santa Maria |
Neue Wege ging die 10. Realschulklasse der MPS Herzhausen bei ihrer Abschlussfahrt. Durch die Zusammenarbeit in dem von der EU geförderten Comenius Projekt konnte der Kontakt mit der Partnerschule in El Puerto de Santa Maria in Spanien hergestellt werden. Das Kollegium der Partnerschule organisierte ein umfangreiches Programm für die 26 Schülerinnen und Schüler und ihre Begleiter. Dabei stand nicht so sehr der touristische Aspekt im Vordergrund sondern vielmehr der kulturelle Austausch. Das wurde durch den persönlichen Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschule „Carmelitas“, einer katholischen Schule mit langer Tradition, und die regelmäßigen Besuche in der Schule möglich.
Die Gastschüler aus Herzhausen waren gern gesehene Gäste, die auf dem Schulhof sofort von Dutzenden interessierter spanischer Schüler umgeben waren.
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In der Alhambra in Sevilla
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Der Ort der Partnerschule, El Puerto de Santa Maria, liegt in Andalusien, direkt am Atlantik in der Bucht von Cadiz. Der Ort hat auch einiges an Geschichte zu bieten, immerhin startete hier Christopher Kolumbus mit dem Schiff Santa Maria, daher auch der Name des Orts. Keiner der Teilnehmer hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass zum Zeitpunkt der Abschlussfahrt in El Puerto fast 30 Grad erreicht wurden, während in Herzhausen Minusrekorde vorherrschten. Selbst Baden im Atlantik war möglich. Durch das Wetter ließen sich denn auch die bei Schülern nicht immer so beliebten Besichtigungen gut ertragen. Dabei stach vor allem die Perle Andalusiens, Sevilla, hervor. Ebenfalls besichtigt wurden Cadiz und Jerez. Jerez ist der Namensgeber für Sherry, das Getränk, für das die gesamte Region berühmt ist. Daher durfte auch eine Besichtigung der Weinkellerei „Osborne“, einer der berühmtesten Sherry- und Brandyproduzenten der Welt mit Sitz in El Puerto de Santa Maria, nicht fehlen. Bei einer informativen Stadtführung gelangten die Herzhäuser Schüler mit ihrem Klassenlehrer und ihrer Betreuerin Graciela Woll, die mit ihren Spanischkenntnissen und pädagogischen Fähigkeiten eine unerlässliche Stütze dieser Fahrt war, zum Abschluss in die Stierkampfarena der Stadt. Interessant war für die Schülerinnen und Schüler auch der Kontakt mit einem der bekanntesten Stierkämpfern der Region, der die Teilnehmer auch einmal in den Gewändern eines Toreros posieren ließ.
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In der Stierkampfarena |
Eine große Überraschung gelang den Organisatoren vor Ort, als die Klasse bei einem Empfang im mittelalterlichen Sitzungssaal des Rathauses sogar das lokale Fernsehen anwesend war, um einen Bericht über den Besuch der „Alemanos“ in El Puerto zu machen. So blieb es denn auch nicht aus, dass auch die lokale Zeitung einen Bericht über die deutsche Reisegruppe mit dem Titel „Deutsche Augen in El Puerto“ machte. Den emotionalen Höhepunkt bildete in der Schule ein Fußballspiel der R 10 gegen die Schulauswahl, das die Herzhäuser Schüler durch Tore von Daniel Fleck (5), Klassenlehrer Mathias Schute (3) und Pascale Siebers (2) in einem spannenden Spiel mit 10:9 für sich entschieden. Kaum zu überbieten war die Stimmung in der Schule während des Spiels. Durch das Abspielen und Singen der Nationalhymnen und die emotionsgeladenen aber immer fairen Fangesänge entstand Länderspielcharakter. Klassenlehrer Mathias Schute zeigte sich von der enormen Gastfreundlichkeit der spanischen Freunde ebenso wie vom vorbildlichen Verhalten der Herzhäuser Schüler beeindruckt. Diese Woche in Spanien war mit Flug bei einer „Billigfluglinie“ nicht nur billiger als eine einwöchige Klassenfahrt in eine deutsche Großstadt sondern auch an Erlebnissen kaum zu übertreffen. Dazu beigetragen hat auch der Aufenthalt in einer Bungalow-Anlage direkt am Strand, wo die Schüler durch Selbstverpflegung nicht nur Geld sparten sondern auch das Gemeinschaftsgefühl steigern konnten.
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Vor der Katedrale in Cadiz
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