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Eine Nachricht für die MPS Herzhausen?
 
 
 
 
 
 
 
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„iThemba“ bedeutet in Südafrika „Hoffnung“.
„iThemba“ ist auch der Name einer Theatergruppe aus Südafrika, die mit einer Mischung aus Drama, Musik, Tanz und Bewegung einen „Afrika- Touch“ in die Mittelpunktschule Herzhausen brachte.

Mehr als 3 Millionen Schüler in über 2.500 Schulen im südlichen Afrika sind durch verschiedene solcher Teams bereits erreicht worden. 2004 sind 2 Teams von April bis November in Deutschland zu Gast, da immer mehr Schulen und Gemeinden mit dem Team iThemba ihre Arbeit zu aktuellen Themen wie Rassismus, Gewalt oder AIDS ergänzen möchten. Bereits seit 1998 begeistert die Gruppe „iThemba“ zahlreiche Schüler und Gemeinden mit ihren Auftritten und hat sie zum Nachdenken gebracht.

Am 27. April feierte Südafrika das 10-jährige Jubiläum der Abschaffung der Rassentrennung. Einen Tag später war dieses Ereignis in der Mittelpunktschule Herzhausen durch den Auftritt der südafrikanischen Theatergruppe iThemba hoch aktuell. Die Schüler der Sekundarstufe verfolgten in der Sporthalle voller Begeisterung eine Theateraufführung der Gruppe, die die Rassentrennung und die gesellschaftlichen Schwierigkeiten Südafrikas bis hin zur Aids-Problematik thematisierte.
Die Gruppe besteht aus sieben Darstellern, darunter auch ein deutscher Begleiter. Die Südafrikaner stammen aus unterschiedlichen ethnischen Hintergründen.
In der Theateraufführung wurde die Geschichte einer weißen Südafrikanerin erzählt, die in einer schwarzen Theatergruppe mitspielen wollte. Sie hatte daraufhin mit zahlreichen Problemen und Widerständen aus dem Elternhaus und der Gesellschaft zu kämpfen. Die Rassentrennung, Apartheid genannt, ist auf dem Papier verboten, existiert aber weiterhin in den Köpfen vor allem der weißen Südafrikanern. Die Mitglieder der Theatergruppe sprachen nach der Aufführung mit den Herzhäuser Schülern auch über das wichtigste Problem im südlichen Afrika, nämlich Aids. Viele Schüler zeigten sich überrascht über die hohe Aidsrate von 10% in Südafrika und die Zahl von mehr als 70000 Aids-Waisen. Aber nicht nur ernste Themen standen auf dem dreistündigen Programm. Die Künstler der iThemba-Gruppe verstanden es durch interessante und spaßige Übungen, die Schüler für ihre Anliegen zu begeistern. Selbst in den Pausen organisierten die südafrikanischen Gäste spontan Tänze, die von den Schülern begeistert aufgenommen wurden. Die Veranstaltung schloss mit sehr interessanten und lehrreichen Beiträgen, wobei sich zahlreiche Gespräche entwickelten.

“Dieses Team kann durch seinen eigenen Alltag aus erster Hand bezeugen, was es bedeutet, mit Rassenkonflikten ganz praktisch umzugehen“ bewertete Schulleiter Richard Donges den von Religionslehrerin Christiane Schimana-Schreiber organisierten Besuch sehr positiv und freute sich besonders über ein südafrikanisches Lied, das der Schulleitung abschließend dargebracht wurde.