Zur Geschichte der Schule
Die MPS Herzhausen bietet ein schulisches Angebot für
den ländlichen Raum zwischen Frankenberg und Korbach.
Bis zum Jahr 1967 gab es in jedem Dorf eine ein- oder zweiklassige Dorfschule.
Dort unterrichtete ein Lehrer, in größeren Dörfern wie zum
Beispiel Vöhl gab es bei genügender Schülerzahl auch zwei Lehrer.
Das Gehalt des Lehrers zahlte der Staat, aber die Gemeinden mussten für
den Unterhalt der Schule (Gebäude, Heizung, Lehr- und Unterrichtsmittel)
aufkommen.
Die erste Schule im heutigen Einzugsbereich der MPS wurde um 1600 in Kirchlotheim
nachgewiesen. Sie war zuständig für fünf Orte, später hatten
die einzelnen Orte eigene Schulen.
Die erste Schule in Herzhausen befand sich von 1719 bis 1878 im heutigen Gemeindehaus.
Von 1878 - 1967 diente das Gebäude in der Ederstraße 12 als Schule.
Heute befindet sich dort das Dorfgemeinschaftshaus. Zwischenzeitlich - vom
Sommer 1997 bis Sommer 1999 - zog dort wieder Schulleben ein, als zwei Grundschulklassen
der MPS aus akutem Raummangel dorthin ausgelagert worden waren. Durch den Neubau
der Grundschule und den Erweiterungsbau des großen Schulgebäudes
hat die MPS wieder ein ausreichendes Raumangebot.
Seit 1967 befindet sich die MPS an ihrem heutigen Standort "Am Frankenberg
3". Am 1.9.1967 bezogen dort sechs Klassen mit 200 Schülern und vier
Lehrerinnen und Lehrern das neu errichtete Schulgebäude.
Das Schulverwaltungsgesetz von 1961 hatte mit der Landschulreform den Bau von
Mittelpunktschulen sowie die Einführung des 9. Pflichtschuljahres gefordert.
Zu dieser Zeit waren die Ortsteile noch eigenständige Gemeinden; die Kreise
Waldeck und Frankenberg waren noch selbstständig.
Die Frage des Standortes der zukünftigen MPS führte 1963 zu heftigen
Diskussionen. Am Ende wurden zwei Schulen gebaut, eine in Vöhl und eine
in Herzhausen. Die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Orte
wurden auf diese beiden Schulen aufgeteilt. Im Jahre 1988 wurde der Hauptschulzweig
in Vöhl geschlossen, alle Hauptschüler kamen nach Herzhausen; Vöhl
bleibt als reine Grundschule für vier Ortsteile bestehen. Durch die im
Jahre 1970 in Hessen eingeleitete Gebietsreform schlossen sich am 01.02.1971
die ehemals selbständigen Gemeinden Dorfitter, Herzhausen und Thalitter
zur Gemeinde Ittertal zusammen. Vöhl bildete mit Asel und Basdorf eine
neue Gemeinde. Im Januar 1972 entstand die Gemeinde Hessenstein mit den Ortsteilen
Buchenberg, Ederbringhausen, Harbshausen, Kirchlotheim, Niederorke, Oberorke
und Schmittlotheim. Marienhagen und Obernburg blieben weiterhin selbständig.
Am 01.01.1974 wurden die oben genannten Gemeinden durch ein Landesgesetz zur
Großgemeinde Vöhl zusammengeschlossen. Als Sitz der Verwaltung wurde
der Ortsteil Vöhl gewählt. Diese Großgemeinde besteht nun schon
seit über 25 Jahren und ist der Haupteinzugsbereich der Schülerinnen
und Schüler der Haupt- und Realschule Herzhausen, hinzu kommen noch Schülerinnen
und Schüler des Frankenauer Ortsteils Altenlotheim. Die Grundschule Herzhausen
besuchen Kinder der Vöhler Ortsteile Buchenberg, Dorfitter, Ederbringhausen,
Harbshausen, Herzhausen, Kirchlotheim, Niederorke, Oberorke, Schmittlotheim,
Thalitter und aus Frankenau-Altenlotheim. Die Schülerzahlen der MPS Herzhausen
nahmen anfänglich ständig zu. Immer mehr Orte stießen dazu
und hielten die Schule in einem permanenten Entwicklungsprozess. So war die
Schülerzahl im Schuljahr 1973/74 - 10 Jahre nach Einrichtung der Schule
mit 200 Schülern - auf 451 hochgeschnellt. Diese Zahl entspricht der heutigen
Schülerzahl, wobei die Einrichtung des Realschulzweiges im Jahre 1994
wieder einen wichtigen Einschnitt in der Entwicklung der MPS Herzhausen markiert. |